Dokumentarfilm von Barbara Metselaar
Hi8 / Beta SP, 123 Min. | im Auftrag des ZDF ©1996
Wir wären so gerne Helden gewesen
Termin 29. Mai 2010
Essen, Trinken und Gespräche ab 18.00 Uhr
Podiumsgespräch mit Barbara Metselaar 19.30 Uhr
Beginn der Filmvorführung 20.00 Uhr
Wie es sich jetzt darstellt, gab es nur eine Generation, die sozusagen hermetisch innerhalb des DDR-Systems geboren, ausgebildet, erwachsen geworden ist: die heute 55- bis 65 jährigen. Ein Teil davon, der eigensinnig genug war, mit offenen Augen und voller Neugier leben zu wollen, verlor nach und nach die Illusion eines veränderbaren, menschlichen Sozialismus und wurde aufgerieben zwischen dem linken Mythos des Standhaltenmüssens und der einzigen offensiven Alternative: das Land zu verlassen und im Westen neu zu leben.
Dieser Dokumentarfilm erzählt über den Zeitraum der Endsechziger bis Mitte der
1990er Jahre eine Art kollektive Biografie. Erinnerungen an die Lebensweise, die Einflüsse, die Zäsuren, die viele ähnlich erlebten, und die nachhaltig prägend waren.
Die enorme Bedeutung von Freundschaften, die inzwischen allerdings nicht mehr unauflöslich erscheinen.
Der Wandel vom spielerischen, hedonistischen Gruppenleben zum verantwortlichen und familienbetonten Älterwerden hat sich bei den meisten nicht ganz so reibungslos vollzogen, als da nicht, spätestens beim Zusammentreffen, mühelos die alten, ausgelassenen Muster wieder zum Vorschein kämen. Aber die Nachdenklichkeit nimmt zu – im Versuch, eine wie auch immer geartete Mitte zu finden. Nun in sich selbst.
Ein Projekt von Kunstverein Rügen e.V. und Mehrgenerationenhaus des Grundtvighaus e.V.
Grundtvighaus, Seestraße 3, 18546 Sassnitz, Telefon 03 83 92 / 5 77 27
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